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TRIPPY WICKED & THE COSMIC CHILDREN OF THE KNIGHT (Going Home) LP/CD

„Going Home“, das im April 2012 rausgekommen ist, ist das neueste Album von TRIPPY WICKED & THE COSMIC CHILDREN OF THE KNIGHT, die ich einfach TRIPPY WICKED nennen werde – ratet mal, warum! Ich kenne die früheren Alben von TRIPPY WICKED nicht, aber da ich die andere Band von Peter Holland (Gesang/Gitarre) und Chris West (Schlagzeug), STUBB, kenne und sie schon live gesehen habe, war ich ziemlich neugierig auf diese Veröffentlichung. Die Band wird durch Richard King am Bass vervollständigt und präsentiert auf diesem Album neun Songs, die von Tony Reed von STONE AXE gemischt wurden, der auch das letzte Album von ST. VITUS produziert hat. Der erste Song, der auch der Titeltrack ist, beginnt mit hämmernden Drums und begleitenden Fuzz-Gitarren, bevor er in einen groovigen Midtempo-Rocker übergeht.

Hollands Gesang ist ziemlich hoch und schwebt über der dichten Schicht warmer, verstimmter Verzerrung, die von Gitarre und Bass erzeugt wird. Mit achteinhalb Minuten ist dieser Song der längste auf „Going Home“ und entwickelt sich zu einem schweren, aber entspannten Instrumentalstück mit vielschichtigen Gitarren und Keyboards, das eine schöne trippige (!) Atmosphäre schafft. Der zweite Song „Up the Stakes” ist ein rockiger Ohrwurm mit coolen Stoner-Riffs und leckeren Breaks. Die Drums sind im Mix ganz vorne mit einer bissigen Snare und einer dröhnenden Bassdrum, während der Bass ein knurrendes Fundament legt. Manchmal übertönen sie fast die Rhythmusgitarren, so laut und druckvoll kommen sie daher. In „Go Outside” zeigt Holland ein paar coole Gitarrenlicks und eine tolle Gesangsleistung. Die Band klingt echt tight, die Rhythmusgruppe passt super zusammen.

Was TRIPPY WICKED so besonders macht, ist der geschickte Einsatz ungewöhnlicher Sounds, wie zum Beispiel Blasinstrumente, vor allem im langsam stampfenden Groover „I Want Another Drink”, der auch coole, whiskeygetränkte Vocals und leckere Akustikgitarrenparts hat, obwohl der Song hauptsächlich auf ein paar mächtigen Sludge-Riffs basiert. Definitiv ein herausragender Track. Ein weiterer wirklich toller Song ist „Change Your Mind”, eine fast siebenminütige Reise durch eingängige Riffs und hervorragende Gesangsharmonien, die fast wie eine Kombination aus EYEHATEGOD und SOUNDGARDEN klingt, wenn das überhaupt möglich ist. „Home” beendet dieses unterhaltsame Album mit einem kurzen Instrumentalstück. Meiner Meinung nach hätte es noch ein paar Minuten länger dauern können, aber trotzdem ein sehr gutes Album mit einigen großartigen Songs, auf jeden Fall empfehlenswert.

(Steve Albino)

www.trippywicked.com 

www.superhotrecords.com

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