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Meister der Realität

10. DEZEMBER 2001 im Prime Club / Köln, DEUTSCHLAND

Es sah so aus, als würde dieser Montagabend ein ganz normaler Tag werden, aber dann rief mich ein enger Freund an und fragte mich, ob ich Interesse hätte, mir die MASTERS kostenlos anzusehen. Er arbeitet für Zomba, und so standen wir auf der Gästeliste. Es ist klar, dass ich da nicht nein sagen konnte. Ein großes Dankeschön geht also an Eric, den Mann, der das alles möglich gemacht hat. Zusammen mit einem anderen guten Freund von ihm kamen wir im Prime Club an, und natürlich war der Club voller Leute. Ich erinnere mich, dass 1998, als ich die MASTERS sah, nur etwa 60 Leute da waren. Ich glaube, einer der Hauptgründe dafür war, dass Nick Oliveri und Josh Homme auf dieser Tour Teil der MASTERS-Besetzung sind. Schlagzeuger John Leamy (ex-Surgery) war der einzige, der auch 1998 dabei war.

Die MASTERS OF REALITY begannen mit Songs aus dem neuen Album „Deep In The Hole”, und obwohl der Sound nicht der klarste war, war es dennoch sehr beeindruckend. Mastermind Chris Goss war charismatisch wie immer und benahm sich nie wie ein Star. Das gesamte Publikum begann nach den ersten Tönen zu jubeln und zu schreien, und es war für die Band kein Problem, diesen Gig wie Sieger zu meistern. Sie legten viel Energie in den Prime Club und bekamen noch mehr Energie vom Publikum zurück, sodass die ganze Band positiv überrascht war von der Reaktion des Publikums. Vor allem Nick und Josh hatten viel Spaß. Über die Musik der MASTERS OF REALITY muss ich nicht viel schreiben. Sie spielten den härtesten Bluesrock, den man sich vorstellen kann, auf eine moderne, erfrischende Art und Weise, und in einigen Songs improvisierten sie viel. Ich muss zugeben, dass nur ein Live-Konzert die wahren Qualitäten der Songs von Chris Goss zeigt. Die Tracklist umfasst Songs aus jedem Album, und ich war wirklich froh, Stücke wie „Ants in the Kitchen”, „She got me”, das sehr emotionale „Rabbit One” (alle aus „Sunrise of the Sufferbus”) und frühe Stücke wie „John Brown” oder „The Blue Garden” zu hören. Die größte Überraschung kam jedoch am Ende. Chris Goss widmete den nächsten Song Joey Ramone (RIP) und plötzlich rockten sie das Haus mit einem alten Ramones-Klassiker. Es war „Cretin” und noch nie klang dieser Song so heavy wie an diesem Abend. Danach kamen die MASTERS mit dem alten Chicken-Shack-Song „Down“ auf die Bühne. Das ist einer meiner Lieblingssongs von diesem alten englischen Bluesrock-Trio, und es versteht sich von selbst, dass er der Hammer war. Aber wenn Sie glauben, das sei die letzte Überraschung gewesen, liegen Sie falsch. Nach fast zweieinhalb Stunden spielten sie den großen Hit aus dem letzten QOTSA-Album „Feels...

Also, lieber Leser, ich kann dir nur raten, dir die MASTERS OF REALITY anzusehen, wo immer du kannst. Ich war nach diesem Gig total zufrieden und hoffe, dass Chris Goss bald wieder nach Europa kommt. Absolut fantastisch!!!

(KK)

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