THE BRIMSTONE DAYS (On A Monday To Early To Tell) CD
Grand Funk Railroad, Free, The Jimi Hendrix Experience, der frühe Bob Seger, The Rationals und viele andere kommen mir in den Sinn, wenn ich mir das zweite Album des schwedischen Power-Trios THE BRIMSTONE DAYS anhöre. Klar, diese drei Jungs können diesen legendären Talenten nicht das Wasser reichen, aber zumindest haben sie ihre Lektion gut gelernt. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass THE BRIMSTONE DAYS ein paar echt gute Songs im Repertoire haben, auch wenn ich zugebe, dass dieses Album kürzer hätte sein können, denn 14 Tracks sind einfach zu viel. Nach einer gewissen Zeit merkt man, dass ihnen die zündenden Ideen ausgehen, was zu einer gewissen Gleichförmigkeit der Songs führt.
Zum Glück beherrschen THE BRIMSTONE DAYS ihre Instrumente perfekt, während die raue, gefühlvolle Stimme von Gitarrist Håkan den Songs einen Charakter verleiht, der auf jeden Fall ansprechend ist. Deshalb hab ich auch nicht das Bedürfnis, nach dem siebten Track auf Stopp zu drücken. Dazu kommt ein positives Gefühl, das weder künstlich noch erzwungen wirkt. Vielleicht hat das mit der Vorliebe der Band für den Soul der 1960er Jahre zu tun, der zweifellos seine Spuren in Songs wie „Confession” oder „I Need Soul” hinterlassen hat. Das erklärt auch, warum ich zu Beginn dieser Rezension Bob Seger und The Rationals erwähnt habe.
Unterm Strich ist „On A Monday To Early To Tell” ein ordentliches Album mit ein paar coolen Songs wie „Helping Hand”, „Give Me A Reason”, „I Need Soul” und „Confession”. THE BRIMSTONE DAYS haben genug Gutes zu bieten, um zu vermuten, dass sie eine großartige Live-Band sind, aber leider nicht genug, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Trotzdem steckt in THE BRIMSTONE DAYS noch viel Potenzial. Ich hoffe, dass sie das besser nutzen werden.
(KK)