SUBROSA (Strega) CD
Ich hab schon mal gesagt, dass die meisten Bands, die bei I Hate Records unter Vertrag sind, was ganz Besonderes haben. Meistens ist es ein einzigartiger Sound oder das Talent, richtig gute Songs zu schreiben, und einige dieser Gruppen können beides super kombinieren. SUBROSA gehören zur dritten Kategorie und „Strega“ ist ihr zweites Album, nach ihrem selbstveröffentlichten Debüt „The Worm Has Turned“. „Strega“ ist voller Melancholie und klingt, als wäre es in völliger Dunkelheit aufgenommen worden. Die musikalische Mischung ist nicht leicht zu beschreiben: extrem harte Riffs treffen auf weiblichen Gesang, während eine elektrische Geige für einige psychedelische Untertöne sorgt. Selbst wenn die Songs anfangen zu grooven, verlieren sie nie ihre geheimnisvolle und verzweifelte Atmosphäre, aber „Strega“ ist kein Album, das sich in Selbstmitleid verliert. Ich wünschte, ich könnte einige der Texte lesen, denn ich bin wirklich interessiert daran, worüber Rebecca Vernon singt. Die Songstrukturen sind meist geradlinig und tief in der Tradition des Rock verwurzelt, aber aufgrund des Gesamtsounds und seiner Ausführung sind SUBROSA keine typische Heavy-Rock-Band. „Go Down Moses” könnte von einem Dead Can Dance-Album stammen, während das folkige „Isaac” so klingt, als hätte die frühe Band Clannad jegliches Licht aus ihren Songs verbannt. „Crucible” ist die musikalische Version von Doom der Band und eine gnadenlose akustische Abwärtsspirale. Vielleicht ist das die Zukunft des Alternative Rock, denn SUBROSA lassen sich keine Sekunde lang unterkriegen. „Strega” ist durchweg kraftvoll und inspirierend, allerdings sollte man es sich mehrmals anhören, denn die neun Songs wachsen mit jedem weiteren Hören. Gut gemacht, Mädels!
(KK)
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