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ISOLE (Forevermore) CD

Ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Fan von epischem Doom Metal war. Nach einer Weile kann ich diese typische dramatische Atmosphäre, kombiniert mit schwachen und durchschnittlichen Heavy-Metal-Riffs und jammernden Vocals, einfach nicht mehr ertragen. Nur wenige Bands wie Solitude Aeturnus oder Solstice haben mich wirklich berührt, während andere für mich nichts weiter als überproduzierter Power Metal sind. Als ich die Promo von ISOLEs Debütalbum „Forevermore” bekam, das vom coolen schwedischen Label I Hate Records rausgebracht wurde, war ich nicht wirklich begeistert, als ich merkte, dass dieses schwedische Trio zu dem oben genannten Genre gehört. Aber egal, was die Label-Infos sagen, es ist immer besser, erst mal reinzuhören.

Und nach ein paar Minuten sind alle meine Vorurteile wie weggeblasen, nicht nur wegen der mächtigen Riff-Wände von ISOLE. Nachdem ich „Forevermore“ mehr als einmal angehört habe, bin ich überwältigt vom majestätischen und kraftvollen Sound dieser Band. Natürlich sind sie auch dramatisch, aber Gitarrist Crister Ohlson spielt hier mehr als nur einen vernichtenden Heavy-Riff, und „Beyond the Black” ist nur ein Beweis dafür. Trotz aller Schwere ist sein Gitarrenspiel immer noch sehr emotional, ebenso wie der herausragende Gesang von Schlagzeuger Daniel Bryntse. Er ist zwar kein zweiter Robert Lowe (Sänger von Solitude Aeturnus), aber er hat seinen eigenen beeindruckenden klaren Gesangsstil gefunden, und das ist immer besser, als nur ein blutleerer Nachahmer zu sein. Das Album enthält sieben wunderschöne Stücke mit einer Gesamtlänge von 58 Minuten, und für meinen Geschmack gibt es keinen herausragenden Song, was als Kompliment gemeint ist.

Hier ist alles gut gemacht, und das Album ist keine Minute langweilig. Es ist keine Überraschung, dass die meisten Songs in langsamem und mittlerem Tempo gespielt werden, nur „Moonstone” wird durch einen kurzen Black-Metal-ähnlichen Teil aufgewertet, aber das klingt nicht so seltsam, wie man vielleicht denken könnte. Aber mit Ausnahme dieses Moments sind ISOLE echter und ehrlicher Epic Doom Metal – kein Zweifel! „Forevermore“ ist eine gelungene Mischung aus ambitioniertem Songwriting und massiven Riffs, und aufgrund des Ergebnisses ist es logisch, dass diese Jungs schon seit den frühen 90ern dabei sind, wo sie als Forlorn bekannt waren. Aber dieses Namedropping ist eigentlich nicht nötig, denn die Kraft dieses Albums spricht für sich selbst und sollte ein Muss für alle Fans von Epic Doom Metal sein!

(KK)

www.forevermore.se

www.ihate.se

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