ISIS (SGNL>05) MCD
Das ist die Band von Aaron Turner, dem Chef vom Label Hydrahead, und mit ISIS probieren er und vier andere Musiker neue Sachen im bekannten Doom- und Noise-Bereich aus. Das Ergebnis ist echt intensiv und zeigt perfekt, welche musikalischen Möglichkeiten es neben den typischen alten Wegen der oben genannten Stile gibt. ISIS sind immer noch eine „Rock”-Band im weitesten Sinne, aber sie sind nicht einfach einzuordnen. Es gibt Ambient-Soundscapes, einen sehr effektiven Einsatz unterschiedlicher Dynamiken, und ISIS zeigen mit ihrer Musik, dass Doom nicht weit entfernt ist von sogenannten Noise-Rock-Bands wie Unsane oder älteren Amphetamine-Reptile-Bands wie Bastards, God Bullies und so weiter. Und manchmal kommt mir Neurosis in den Sinn, wenn ich dieser Band zuhöre. Mir gefällt, wie ISIS die Schwere und Intensität der Riffs von Vitus/Sleep mit der kalten, blueslosen Stimmung von Noise und schweren Low-End-Eruptionen verbindet.
Alle fünf Tracks haben eine düstere und apokalyptische Stimmung, und der letzte Track „Celestial (Signal fills the Void)” wurde von Justin K. Broadrick (Godflesh, Ice) remixt, dessen musikalische Vision perfekt zum Gesamtkontext von ISIS passt. Aber man kann sie nicht mit Godflesh vergleichen, weil diese keine Maschinen mit Rock-Riffs kombiniert haben. Wenn du offen für gute Musik bist, dann empfehle ich dir, mit dieser CD-EP anzufangen. Sie haben noch mehr Sachen rausgebracht, aber das hier ist ein guter Appetitanreger, verpackt in einem sehr geschmackvollen Digi-Pack. „SGNL>05” ist bei Neurot Recordings erschienen, und mehr Infos findest du auf der ISIS-Website.
(KK)