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IRON MAN (Unterwerfung) MCD

Die Wurzeln von Marylands mächtiger Band IRON MAN reichen bis in die späten 70er Jahre zurück, als Gitarrist Alfred Morris III die Band Force gründete, die jedoch nie etwas Offizielles veröffentlichte. 1987 beschloss Alfred Morris III dann, eine Black Sabbath-Tribute-Band zu gründen, und ein Name wie IRON MAN hätte für eine solche Band nicht passender sein können. Aber sie fingen an, eigene Songs zu schreiben, und Anfang bis Mitte der 90er Jahre brachten sie zwei superfette Alben bei Hellhound Records raus. Inzwischen sind beide Alben, „Black Knight” und „The Passage”, echte Klassiker, und es ist cool zu wissen, dass sie vom japanischen Label Leaf Hound Records neu aufgelegt wurden.

Ein paar Jahre später unterschrieb IRON MAN bei John Perez' Label Brainticket Records, und das Ergebnis dieses Deals war „Generation Void”, das zwar nicht so gut war wie die beiden Vorgänger, aber immer noch gut genug, um ihren Kultstatus zu festigen. IRON MAN schmiedete Pläne für ein zweites Album für Brainticket, das den Titel „Afterlife” tragen sollte, aber es passierte nichts. Jetzt ist es 2007 und die Gruppe kehrt mit einer neuen, selbst finanzierten und selbst veröffentlichten MCD mit fünf Songs zurück, die einige der besten Stücke enthält, die die Band je aufgenommen hat. Für alle Fans von IRON MAN ist es keine Überraschung, dass „Submission“ mit einer komplett neuen Besetzung aufgenommen wurde, denn die war während der gesamten Existenz der Band nie stabil. Alfred Morris III versammelte immer exzellente Musiker um sich, hatte aber nie viel Glück bei der Auswahl der Sänger. Rob Levey, der Sänger von „Black Knight“, war nicht wirklich gut, obwohl sein einzigartiger Stil sehr faszinierend sein kann.

Sänger Dan Michalak, der auf „The Passage” und „Generation Void” zu hören ist, war eher ein klassischer Heavy-Metal-Sänger und sein Stil passt viel besser zur Band, aber er neigte zu Übertreibungen. Der Neue ist Joe Donnelly und seine Leistung ist verdammt gut, vielleicht ist er sogar der beste Sänger, den die Band je hatte. Am Schlagzeug sitzt Dex Dexter und am Bass Louis Strachan, ein weiterer Veteran der Maryland-Doom-Szene, den ich wegen seines brillanten Spiels bei Life Beyond noch gut in Erinnerung habe. „Burn the Sky” ist der donnernde Opener von „Submission”, und schon beim ersten schweren Akkord wird klar, dass nur Alfred Morris diesen ganz besonderen, vernichtenden Gitarrensound hinbekommt. Ja, natürlich ist es immer noch sehr Iommi-esque, aber erstens hat Alfred Morris III nie versucht, seinen Haupteinfluss zu verbergen, und zweitens hat er sich in den letzten 30 Jahren seinen eigenen Stil und Sound erarbeitet. Also bitte, halt die Klappe und setz dich hin! Der nächste Killer-Song ist „Blind-Sighted Forward Spiral”, und dieser Up-Tempo-Track wird dir wochenlang in den Ohren hängen bleiben. Was für eine Hookline! „Run From the Light” ist der dritte Heavy-Roller auf diesem Album, und nur ein Taube würde die Magie dieses Tracks nicht bemerken.

Der vierte Song mit dem Titel „Crazy Fingers” ist ein perfektes instrumentales Intermezzo, bevor IRON MAN den Hörer mit dem letzten Song „Among the Filth and Slime” umhaut. Wieder einmal legt die Band mit einem unwiderstehlichen Shuffle das Tempo fest. Was für ein unglaublicher Groove! Als ob das alles noch nicht genial genug wäre, hat die Band „Submission” in Chris Kozlowskis Polar Bear Lair Studios aufgenommen, und jeder langjährige Fan aller Heavy-Bands aus Maryland weiß, dass seine Produktionen einfach super sind. Diese MCD ist ein brillantes Comeback und beweist nicht nur, dass IRON MAN immer noch eine der härtesten Doom-Metal-Bands überhaupt sind, sondern auch, dass die neue Besetzung eine der besten in der Bandgeschichte ist. Hier haben wir musikalische Anführer, und jetzt habe ich nur noch zwei Wünsche: Bitte kommt nach Deutschland und vergesst nicht, vorher ein neues Album aufzunehmen! IRON MAN sind einfach die Größten!

(KK)

www.myspace.com/ironmanband

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