BLUES-KREATION
Aus den Überresten der Vorgängerband BICKKIES gründete Frontmann Kazuo Takeda (Gitarre) Ende der 60er Jahre zusammen mit Fumio Nunoya (Gesang), Takayuki Noji (Bass) und Shinichi Tashiro (Schlagzeug) die Band BLUES CREATION. 1969 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Blues Creation“, das Coverversionen von CREAM, YARDBIRDS usw. enthält. Zu dieser Zeit waren fast alle Mitglieder noch Schüler.
Nach einer großen Veränderung in der Besetzung gründete Kazuo mit Hiromi Osawa (Gesang), Masashi Saeki (Bass) und Akiyoshi Higuchi (Schlagzeug) eine neue Band. Mit den neuen Mitgliedern veränderte sich auch ihr Sound gegenüber den Anfängen, und 1971 veröffentlichten BLUES CREATION ihr Meisterwerk „Demon & Eleven Children”. Fast zur gleichen Zeit nahm die Band ein weiteres Album mit der Sängerin Carmen Maki auf, die durch dieses Album berühmt wurde, mit dem Titel „Carmen Maki & Blues Creation”.
Nach diesen Veröffentlichungen war BLUES CREATION sehr beliebt und galt als neue japanische Rockband. Aber 1972 trennten sie sich und die Mitglieder gingen getrennte Wege. Gründer Kazuo Takeda gründete eine neue Band namens CREATION, die in Japan als Hardrock-Band erfolgreich war.
DISKOGRAFIE:
„BLUES CREATION”, veröffentlicht 1969
„DEMON&ELEVEN CHILDREN”, veröffentlicht 1971 (Denon Rec.)
„CARMEN MAKI&BLUES CREATION”, veröffentlicht 1971
„LIVE!” (auf dem Japan Folk Jamboree 1971), veröffentlicht 1998
BLUES CREATION (Dämon und elf Kinder) LP
Dieses Meisterwerk wurde 1971 bei Denon Records veröffentlicht und war ihr zweites Album. BLUES CREATION schlug eine härtere Richtung ein und zeigte sein Können in acht Titeln. Die Songs enthalten einige progressive Elemente, aber die meisten Tracks sind geprägt von den schweren Riffs von Kazuo Takeda, der eine umwerfende Leadgitarre spielt. Die Songs sind sehr abwechslungsreich und es gibt auch einige sanftere Momente, was dieses Album sehr unterhaltsam macht. Eine sehr gute und kraftvolle Produktion unterstreicht die Musik und die Band spielte auf hohem Niveau. Das gesamte Album klingt sehr frisch und wenn sie nicht aus Japan kämen, hätte diese Band vielleicht ein größeres Publikum verdient.
Ich würde BLUES CREATION in manchen Momenten mit T2, BLACK SABBATH, LEAFHOUND oder vielleicht CACTUS vergleichen. Wie der Name schon sagt, basiert ihre Musik auf Blues, und der klare Gesang von Fumio Nunoya klingt sehr „freundlich” und einzigartig, aber in manchen Momenten zu schwach. Alles in allem ist es eine gute Empfehlung, nach diesem Album Ausschau zu halten, wenn man Heavy-Psych-Blues-Rock mag. Das Originalalbum ist schwer zu finden (ein Sammlerstück!) und sehr teuer, aber es ist möglich, eine LP- oder CD-Neuauflage zu bekommen bei: Oracle Records, Widdersche Str. 278, 47 804 Krefeld, DEUTSCHLAND.
(KK)